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Fakten

basis & woge e.V. ist ein staatlich anerkannter Träger sozialer Dienstleistungen, der Ende 2005 aus einem Zusammenschluss entstanden ist. Die Mitarbeiterschaft verfügt über langjährige Erfahrungen in der Arbeit mit jungen Menschen, die sich in Krisensituationen befinden. Der Träger bietet sogenannte niedrigschwellige Hilfen am Hamburger Hauptbahnhof an und hält u.a. in den Stadtteilen Harburg und Billstedt ambulante und stationäre Angebote bereit.

Am Hamburger Hauptbahnhof befinden sich zwei Anlaufstellen: das KIDS für Mädchen und Jungen bis 18 Jahre und die Anlaufstelle für männliche Prostituierte, zu der eine Übernachtungseinrichtung mit 10 Betten gehört. Diese Einrichtungen sind Auffangstation für zurzeit jährlich rund 700 junge Menschen. Über die Hälfte von ihnen ist minderjährig. Für sie treffen die gängigen Vorstellungen von einem Zuhause oder einem normalen Tagesablauf nicht zu. Stattdessen schlagen sich die jungen Leute auf der Straße durch. Die Ursachen hierfür sind vielfältig. Schlimme Kindheitserlebnisse und eine geringe Förderung von Fähigkeiten in der Vergangenheit sind allgegenwärtig. Folglich fehlt es an Selbstvertrauen und damit an Potenzial, sich gegenüber Gleichaltrigen zu behaupten.

basis & woge e.V. hat es sich zur Aufgabe gemacht, den Straßenkids auch dann noch Chancen zu eröffnen, wenn andere bereits ‚zu spät’ signalisiert haben. Es gilt, die Ressourcen der jungen Menschen zu entdecken und zu mobilisieren. In diesem Sinne halten wir mit den Projekten Aus-Zeit, Lern-Lust und Cash-Works und Doktor Georg Versorgungs-, Freizeit-, Lern- und Beschäftigungshilfen bereit. Im Rahmen dieser Projekte wollen wir den Straßenkids die Möglichkeit geben, ihren Teil der Verantwortung für ihre Lebenssituation beizutragen.

basis & woge e.V. berät auch in Drogenfragen, ist aber keine spezielle Drogenhilfeeinrichtung.

Idee und Ziel der Aktion “Paten für Straßenkids”

Neben staatlichen Geldern benötigen wir zusätzlich rund 60.000 € im Jahr, um die neuen Wege zu finanzieren. Aus diesem Grund brauchen wir 1000 Menschen, die für nur 5 EUR monatlich eine symbolische Patenschaft übernehmen.

Die Patengelder gehen an den Förderverein „Paten für Straßenkids e. V." und kommen direkt Hamburgs Straßenkids zu Gute. Darüber wacht ein ehrenamtlich arbeitender Vergabeausschuss. Die Patengelder fließen in diese vier Projekte:

Aus-Zeit

Die Anlaufstellen von basis & woge e.V. bedeuten für die Kids eine Auszeit vom Straßenalltag. Hier können sie sich ausruhen, essen, spielen und reden, während unsere Mitarbeiter/innen die Möglichkeit nutzen Kontakte zu knüpfen, sich die Sorgen und Nöte der jungen Menschen anzuhören und weitere Hilfen anzubieten.

Das ist nicht leicht. Die jungen Leute misstrauen in der Regel den Offerten Erwachsener, zu negativ sind ihre bisherigen Erfahrungen.

Deshalb setzen wir auf Zeit und auf unsere Verlässlichkeit. Wir bleiben dran und schaffen immer wieder neue Anlässe für ein Gespräch oder für eine gemeinsame Unternehmung.

Lern-Lust

Mit Schule verbinden die meisten negative Erfahrungen. Viele haben keinen Abschluss. Damit sind die Aussichten auf einen Job oder gar eine Lehrstelle schlecht. Die jungen Menschen fühlen sich nutzlos.

Diesen Kreislauf will das Lern-Projekt durchbrechen. Zweimal wöchentlich gestalten Studenten der Uni Hamburg Unterricht vor Ort, der sich an den Interessen der Kids orientiert. Nähen, kochen, lesen, rechnen, Lebensläufe schreiben. „Hey, das macht ja Laune", heißt es. Mit der Lust wächst auch das Selbstbewusstsein.

Flohbuy

„Ich kann doch nichts", lautet eine der Stereotypen. Und wirklich: Anforderungen wie Pünktlichkeit und Durchhaltevermögen können nur wenige einhalten. Trotzdem wollen sie Geld verdienen.

Bei Flohbuy können sie: Mädchen und Jungs packen mit an, räumen auf oder streichen Wände.

Jede Stunde zählt. CASH auf die Hand. Die Kids sind pünktlich, stolz tragen sie die Overalls.

„Diesen Pullover habe ich von eigenem Geld gekauft", erzählt einer laut. Andere geben sich damit nicht mehr zufrieden. Sie wollen sich jetzt „richtige" Arbeit suchen.

Doktor Georg

So heißt das medizinische Präventionsprojekt insbesondere für junge Männer, die sich prostituieren und keine ausreichende Krankenversorgung haben oder aus anderen Gründen keine normale Arztpraxis aufsuchen.

In der Anlaufstelle in St. Georg bietet basis & woge e.V. Strichern einmal wöchentlich eine ärztliche Sprechstunde - ohne Terminabsprache, ohne Versichertenkarte. Hier können sie in vertrauter Umgebung mit einem kompetenten Arzt sprechen und sich anschließend behandeln lassen.

Die finanzielle Unterstützung für diese Projekte ist das Kernziel der Aktion "Paten für Straßenkids".

Die Kampagne

Zwei Prinzipien waren bei der Planung der Spendenkampagne leitend:

Die Straßenkids sollten aktiv in die Vorbereitungen mit einbezogen werden und die Kosten der Aktion sollten durch Sponsoren finanziert werden, damit jeder Patenschafts-Euro ohne Abzug direkt in die Arbeit mit den Straßenkids fließt !

Hamburger Straßenkids hatten im Sommer 2000 "ihr" Hamburg unter Anleitung des Fotokünstlers Edgar Lissel mit Einwegkameras abgelichtet. Die Bilder wurden von einer Jury bewertet, in der die Schirmherrin und damalige Präsidentin der Hamburger Bürgerschaft, Frau Dr. Dorothee Stapelfeldt sowie Fachleute aus dem visuellen Bereich und der Träger vertreten waren. Im Anschluss interviewte Edgar Lissel die Autoren der ausgewählten Bilder. Die so entstandenen Texte bildeten zusammen mit den Fotos die Grundlage für diese Aktion, deren Start Ende Januar 2001 war.

Aus Fotos und Texten der Straßenkids gestaltete die Hamburger Agentur AGAPI drei Plakate, die im Februar 2001 für drei Wochen an über 1000 Standorten Hamburgs zu sehen waren. Gleichzeitig wurden in einem Ausstellungszyklus durch verschiedene Hamburger Kirchen viele andere Bilder dieser Aktion gezeigt. Eine Broschüre begleitete die gesamte Aktion.


Paten für Strassenkids c/o
basis & woge e.V.
Steindamm 11
20099 Hamburg
Tel. 398426 – 0
Fax 398426 - 26
E-mail Adresse: info at basisundwoge.de